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Landrat Arnold: Hochwasserschutzeinrichtungen im Niddaeinzugsgebiet haben sich erneut bewährt

   

 

  Landrat und Verbandsvorsteher Herr Joachim Arnold informiert sich vor Ort über den Fortgang der Bauarbeiten an der Nidda in Niddatal-Assenheim

   

 

Kreisausschuss des Wetteraukreises tagt am Nidda-Stausee

 

„Die Niddatalsperre sowie die Hochwasserrückhaltebecken der Wasserbände NIDDA und NIDDER-SEEMENBACH haben in den letzten drei Wochen wieder Ihre Bedeutung für den Hochwasserschutz unter Beweis gestellt. Hab und Gut der Bevölkerung konnten vor größeren Schäden bewahrt werden“, stellt Landrat Joachim Arnold in seiner Funktion als Verbandsvorsteher der beiden Wasserverbände fest.

Die Hochwasserrückhaltebecken in Lich, Ulfa, Düdelsheim und Eichelsdorf waren eingestaut. In Düdelsheim wurden maximale Einstaumengen von 1,1 Millionen Kubikmeter und in Lich von 450.000 Kubikmeter Wasser erreicht. „Wir sind, einigermaßen glimpflich davon gekommen. Für das Gebiet von Nidder und Seemenbach wurden Niederschläge von bis zu 50 Liter pro Quadratmeter auf einen bereits wassergesättigten Boden vorhergesagt. Dieses Ereignis traf glücklicherweise nicht ein, so dass beispielsweise die Stadt Büdingen von einem größeren Hochwasser wie im Januar 2003 verschont blieb“, zeigt sich Arnold erleichtert, und weiter: „Die vorhergesagten Niederschläge hätten zu erheblichen Überschwemmungen im Stadtgebiet und zu einem Volleinstau des Düdelsheimer Rückhaltebeckens geführt. Die aktuellen Ereignisse zeigen noch einmal deutlich, wie wichtig eine weitere Hochwasserschutzmaßnahme oberhalb der Stadt Büdingen ist. Der Wasserverband NIDDER-SEEMENBACH hat dazu bereits entsprechende Untersuchungen durchgeführt und plant die Errichtung eines grünen Beckens mit einem Rückhaltevolumen von ca. einer Million. Wir wollen die Bewohner in unseren Verbandsgebieten mit rechtzeitigen Vorsorgemaßnahmen vor ähnlichen Schäden, wie sie leider in vielen Teilen Deutschlands eingetreten sind, bewahren.

Im Friedberger Stadtteil Bruchenbrücken gab es dank der vom Wasserverband NIDDA in jüngster Vergangenheit errichteten Hochwasserschutzmauern keine Probleme. Wiederholt hat sich auch dieser örtliche Hochwasserschutz bewährt. Am Zusammenfluss von Nidda und Laisbach treibt der Wasserverband NIDDA aktuell die Planung für eine ähnliche örtliche Hochwasserschutzmaßnahme im Ranstädter Ortsteil Dauernheim voran. Noch in diesem Jahr möchte der Wasserverband NIDDA am Laisbach einen Hochwasserwarnpegel errichten, damit auch dort die Abflussmengen erfasst werden können. Dies trägt zu einer Präzisierung der Hochwasservorhersagen des Landes Hessen bei und hilft damit den Wasserverbänden bei der Erfüllung ihrer Hauptaufgabe, dem Hochwasserschutz.

Die beiden Wasserverbände NIDDA und NIDDER-SEEMENBACH haben mit ihrer kleinen Mitarbeiterzahl die Hochwassersituation gemeistert. Die vorausschauende Arbeit zahlt sich aus. Für die vor kurzem abgeschlossene Hochwasserschutzmaßnahme „Obere Nidda“ in Eichelsdorf wurde vom Hessischen Fernsehen als erfolgreiches Projekt gegen Hochwasser vorgestellt. Es freut uns sehr, dass unser vorbildliches Engagement zum kontinuierlichen Ausbau des Hochwasserschutzes auch landesweit Beachtung findet“, zeigt sich Landrat Arnold zufrieden mit den bisherigen Erfolgen.

 

 

Der Verbandsvorsteher des Wasserverbandes NIDDA, Joachim Arnold, informiert sich gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Hertel vor Ort in Niddatal-Assenheim über den Stand der Renaturierungsmaßnahme an der Nidda.

Die örtliche Baumaßnahme an der Nidda nimmt Gestalt an, so Arnold. Der Wasserverband NIDDA führt im Rahmen des Projektes „Strukturverbesserung der Nidda in Niddatal-Assenheim“ Gewässerentwicklungs- und Sanierungsmaßnahmen am Gewässerprofil der Nidda durch. Nach einer öffentlichen Ausschreibung erhielt die Firma Wilhelm aus Osthofen den Zuschlag zur Durchführung der Bauarbeiten.

Durch die Hochwasserereignisse in der Vergangenheit sind Auflandungen im Böschungsbereich entstanden und haben das Abflussprofil der Nidda stark verändert. In den letzten Wochen kam es zu großen Umgestaltungen entlang der Nidda in Assenheim.

Das Ziel der Maßnahmen beinhaltet zum Einen die Wiederherstellung des ursprünglichen Abflussprofils durch Beseitigung der vorhandenen Auflandungen und zum Anderen strukturverbessernde Maßnahmen im Sohlen- und Uferbereich durch Buhnen und Leitwerke zur Erhöhung der Strömungs- und Strukturvielfalt. Die Bauarbeiten, so konstatiert Arnold nach Inaugenscheinnahme, sind bereits weit vorangekommen.

Durch die Abgrabung der Auflandungen wird das Gewässerprofil vergrößert und der Hochwasserschutz verbessert. Die Uferabflachungen und Strukturelemente fördern die Ausbildung einer amphibischen Zone. Die Strömungsdiversität wird durch den Einbau von Leitwerken wie Buhnen und Inseln erhöht was gleichzeitig die Ufer- und Sohlenstruktur verbessert. Der Lebensraum für alle im Gewässer lebenden Tiere wird durch Unterstände, Kolke und Verstecke entscheidend aufgewertet. Es entsteht neuer Lebensraum für Fische, Pflanzen und Kleintiere, so Verbandsvorsteher Joachim Arnold.

Da die hydraulische Leistungsfähigkeit der Nidda im Bereich der geplanten Leitwerke erhalten bleiben muss, gleichen die Abgrabungen der Auflandungen die abflussmindernde Wirkung der Strukturmaßnahmen aus. Die mit dem Bau verbundenen Eingriffe in Natur und Landschaft werden funktional, d. h. im Rahmen der Baumaßnahme ausgeglichen. Die Strukturverbesserungen führen außerdem zu einem deutlichen Plus bei der Bewertung der Gewässerstrukturgüte. Auch der Bürgermeister der Stadt Niddatal begrüßt die Maßnahme, da sie die Erlebniswirksamkeit der Nidda sowie das Landschaftsbild im Stadtgebiet verbessert.

Der Wasserverband NIDDA erhält vom Land Hessen für die Umsetzung der Renaturierungsmaßnahme Landeszuschüsse in Höhe von ca. 140.000 Euro.

Mit der Fertigstellung der Maßnahme in Niddatal-Assenheim ist für Ende Oktober zu rechnen, so Arnold abschließend.

 

 

 Auf Einladung von Landrat Joachim Arnold tagte der Kreisausschuss des Wetteraukreises in seiner jüngsten Sitzung beim Wasserverband NIDDA an der Niddatalsperre bei Schotten-Rainrod und informierte sich an diesem idyllischen Ort im Vogelsberg über den Betrieb und die Technik am Staudamm. Landrat Arnold ist Verbandsvorsteher der beiden Wasserverbände NIDDA und NIDDER-SEEMENBACH.

Der Kreisausschuss zeigte sich beeindruckt von der sensiblen Technik, mit der Stau und Abfluss des Wassers geregelt werden. Geschäftsführer Stefan Gottbehüt, Betriebsleiter Stefan Schulz und Talsperrenmeister Armin Hudetz vom Wasserverband NIDDA teilten einige imposante Zahlen mit. Das Einzugsgebiet der Niddatalsperre beträgt 35 Quadratkilometer, die maximale überstaute Fläche 65 Hektar und der Beckeninhalt knapp sieben Millionen Kubikmeter Wasser. Zu den Verbandsanlagen gehören außerdem die Hochwasserrückhaltebecken Lich mit 3,28 Millionen Kubikmeter, Ulfa mit 994.000 Kubikmeter und Eichelsdorf mit knapp 400.000 Kubikmeter Stauraum. Außerdem betreuen die Mitarbeiter des Wasserverbandes NIDDA auch das Rückhaltebecken Düdelsheim mit fünf Millionen Kubikmeter Stauraum, das zum Wasserverband NIDDER-SEEMENBACH gehört. Etliche Einstellungen können zentral von der Leitwarte an der Niddatalsperre aus geregelt werden, doch sind die Mitarbeiter fast täglich zur Kontrolle auch vor Ort an den einzelnen Einrichtungen. „An der Niddatalsperre müssen 100 Liter pro Sekunde Mindestwasserabgabe durch den Auslass in den Fluss fließen, größere Mengen werden je nach Wasserstand der Talsperre abgegeben“, erläuterte Gottbehüt. Von dem durch die Turbinen erzeugten Strom werden die eigenen Anlagen betrieben, nicht selbst benötigte Strommengen werden in das Netz der OVAG eingespeist. Landrat Arnold hob hervor, „dass Menschen und Landwirtschaft im Einzugsgebiet der Nidda durch die Rückhalteanlagen vor Überschwemmungen geschützt werden. Darüber hinaus entstanden durch den Stausee in dieser wunderbaren Landschaft ein Erholungsgebiet und eine touristische Attraktion mit überregionaler Bedeutung. Der See lockt Gäste bis aus dem Rhein-Main-Raum, Gießen und Fulda an und wirkt sich positiv auf die regionale Entwicklung aus“.