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Renaturierungsmaßnahme in Bad Vilbel - Dortelweil  "Niddaknie"

Zur Verbesserung der Gewässerstruktur und Reaktivierung der fließwasserbedingten Gewässerdynamik ist die Nidda im Bereich der Gemarkung Bad Vilbel – Dortelweil, in Höhe des Golfplatzes „Lindenhof“, auf einer Länge von ca. 600 Metern renaturiert worden.

Nach einem längeren Planungsprozess, der bis in die 90-iger Jahre zurückgeht, wurde nach dem Vorliegen der Plangenehmigung und der Sicherstellung der Finanzierung in der Vorstandssitzung des Wasserverbandes NIDDA am 27.09.2000 die Auftragsvergabe für die Bauarbeiten beschlossen. Die Arbeiten wurden zeitnah umgesetzt und im Frühjahr 2001 abgeschlossen.

Art und Umfang der Maßnahme:

-         Aufweitung der Gewässerparzelle auf der in Fließrichtung rechten Seite

-         Zurückverlegung des Hochwasserschutzdammes um bis zu 100m

-         Rückbau der vorhandenen Steinbefestigungen im unteren Böschungsbereich

-         Gestaltung der Ufer mit unterschiedlichen Böschungsneigungen

-         Umbau des Gewässerbettes durch Einbringung von Kiesen und Modellierungen in der Gewässersohle

-         Einbau von Buhnen und Leitwerken

 

auf der rechten Seite ist eine neu entstandene Steiluferstrecke zu sehen; das jetzige linke Ufer der Insel war vor der Baumaßnahme das rechte Ufer der Nidda   In der Bildmitte neu entstandene Kiesbank, davor Flachwasserbereiche. Am rechten Ufer 4-jähriger Sämlings-aufwuchs von Erlen und Weiden   Blick in den mittleren Renaturierungsabschnitt
    

 

-         Anschnitt der alten Flusskiese

-         Bau einer neuen Flutmulde

-         Bepflanzung als Initialmaßnahme

-         Bau eines neuen Unterhaltungsweges auf der Krone des neuen Hochwasserschutzdammes

Die Kosten in Höhe von 253.332 € wurden durch das Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Forsten, den Wetteraukreis (Mittel aus der Ausgleichsabgabe), die Stadt Bad Vilbel (Grundstücke) und die Firma Hassia u. Luisen GmbH (Investitionszuschuss) finanziert.

Durch die Aufweitungen der Gewässersohle auf das bis zu 4-fache der Breite vor der Renaturierung und die Entfernung des Steinsatzes, kann die Nidda nun wieder Eigendynamik entfalten. Dass bei den Baumaßnahmen die alten Kiesablagerungen der Nidda angeschnitten wurden, ist für die Gewässerökologie von entscheidender Bedeutung. Die Nidda hat jetzt wieder die Möglichkeit, das vorhandene Geschiebedefizit im Bereich der Renaturierungsstrecke und teilweise auch flussabwärts auszugleichen und ihr Flussbett neuen dynamischen Prozessen auszusetzen. Bereits nach dem ersten Hochwasser hatte sich die Gewässersohle komplett verändert, so waren zahlreiche Kiesbänke und kleinere Inseln entstanden, in deren Umfeld bereits im Sommer 2001 wieder Jungfischschwärme von Barben und Nasen anzutreffen waren. Ebenso sind seit dem ersten Sommer nach Fertigstellung Eisvogel, Wasseramsel, Gebirgsstelze und Flussregenpfeifer im Renaturierungsabschnitt anzutreffen. Der Gehölzaufwuchs, überwiegend aus angeschwemmten Samen von Erlen, Weiden und Eschen, sowie die Gras- und Krautflora hat sich in den zurückliegenden Jahren gut entwickelt, so dass die durch die Bautätigkeit verursachten Eingriffe heute nicht mehr auszumachen sind.