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Neophytenbekämpfung 

Als Neophyten bezeichnet man Pflanzen, die ab dem 15. Jahrhundert aus fremden Florenbereichen durch Entdecker, Botaniker, usw. bei uns bewusst als Zierpflanzen eingeführt oder aber im allgemeinen Handel z.B. als Samenverunreinigungen eingeschleppt wurden. Gelingt es auch den meisten Arten nicht, in unserer heimischen Flora Fuß zu fassen, so sind doch heute ca. 270 Pflanzen als „fest eingebürgert“ anzusehen. Sie können sich in der freien Natur halten und vermehren. Im günstigen Fall treten sie nur als Einzelexemplare oder in kleinen Gruppen auf und passen sich in bestehende Pflanzengemeinschaften ein, im ungünstigen Fall bilden sie mannshohe kaum durchdringliche Dickichte und verdrängen bodenständige Hochstaudenfluren. Damit gehen auch typische Lebensgemeinschaften bestimmter Pflanzen und Tiere (z.B. Insekten) zugrunde.

Im Verbandsgebiet verbreitet sind:

Die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis) und das Indische Springkraut (Impatiens glandulifera). Beide treten bis heute noch nicht flächendeckend auf, eine Bekämpfung wird, zum einen aus finanziellen Gründen und auch da keine negativen Auswirkungen auf den Hochwasserschutz zu befürchten sind, derzeit nicht durchgeführt.

Anders ist dieses beim Japanischen Staudenknöterich (Reynoutria japonica) und beim Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum). Der Japanische Staudenknöterich ist eine schnellwachsende Großstaude, die mit ihren gut daumendicken Trieben leicht bis zu 3 m hohe flächendeckende Bestände bilden kann. Bei flächigem Auftreten wird der Unterwuchs durch den Schattendruck komplett verdrängt und durch Nährstoffkonkurrenz sterben sogar alte Baumbestände ab. Die Gewässerböschungen sind nicht mehr gesichert, außerdem behindern die verholzten Stängel den Hochwasserabfluss. Bei massenhaftem Auftreten werden die Bestände mehrmals pro Jahr gemäht, erste Erfolge sind hier sichtbar.

Der Riesenbärenklau ist ebenfalls eine schnellwachsende Großstaude, die mit ihren überarmdicken Trieben leicht bis über 3 m hoch werden kann. Eine Bekämpfung erfolgt in reiner Handarbeit. Während der Samenreife werden die Dolden geerntet und mit dem Hausmüll entsorgt. Die Pflanze stirbt im Jahr der Samenreife ab.

Die Herkulesstaude ist der einzige Neophyt, der auch für den Menschen extrem gefährlich werden kann. Insbesondere Kinder sollten auf die Gefahren der sehr attraktiven Pflanze hingewiesen werden und sich beim Spielen fern halten Der Pflanzensaft hat eine starke phototoxische Wirkung. Bei Sonneneinstrahlung führt er zu schwersten Hautverbrennungen