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Örtliche Hochwasserschutzmaßnahme in Friedberg-Bruchenbrücken

Der Wasserverband NIDDA hat in den letzten Jahren entlang des Flusses Wetter unmittelbar angrenzend an bebaute Gebiete im Friedberger Stadtteil Bruchenbrücken eine örtliche Hochwasserschutzmaßnahme – Hochwasserschutzmauern und Wälle – verwirklicht. Durch die Mauern und Wälle wird ausschließlich die Bebauung von Bruchenbrücken lokal vor Hochwasser geschützt, während die Hochwasserrückhaltebecken durch das Wasserrückhaltevermögen einen überörtlichen Hochwasserschutz bieten können. Man spricht bei örtlichen Hochwasserschutzmaßnahmen deshalb auch häufig vom Objektschutz. Aufgrund bestimmter landschaftlicher Gegebenheiten – mangelnde Platzverhältnisse – kann jedoch nicht überall entsprechender Rückhalteraum für Hochwässer geschaffen werden, so dass einige Ortschaften nur mittels örtlicher Hochwasserschutzmauern geschützt werden können, Die Bemessung von örtlichen Hochwasserschutzeinrichtungen orientiert sich immer an den vorgefundenen Randbedingungen und dem zu erwartenden Gefährdungspotential für die betroffene Bevölkerung.

Ende Juni 2006 begannen die Arbeiten für den örtlichen Hochwasserschutz des Friedberger Ortsteils Bruchenbrücken. Bruchenbrücken wurde in der Vergangenheit immer wieder durch Hochwasser heimgesucht. Ursache ist vor allem die geographische Lage unterhalb der Mündung der Usa in die Wetter. Die Usa bringt Wasser aus dem Hintertaunus, die Wetter aus dem nördlichen Vogelsberg. Problem war und ist in Bruchenbrücken, dass der alte Ortskern höhenlagenmäßig tiefer liegt und somit bei Hochwasser „voll lief“.

Bereits zu Beginn der Maßnahme wurde der Fluss Wetter unterhalb des Wehres vom Ort weg in ein neu geschaffenes Gewässerbett verlegt. Das alte Bett wurde entsprechend aufgefüllt und dient seit der Fertigstellung als Flutmulde. Neben dem neuen Wetterbett wurde auch der Fischpass um das vorhandene Wehr fertig gestellt.

Oberhalb des vorhandenen Wehres wurden entlang der Wetter Brunnengründungen niedergebracht, auf denen eine Stahlbetonwand in Ortbetonbauweise erstellt wurde. Unterhalb des Wehres ist die Hochwasserschutzwand aus Spundwandbohlen auf einer Länge von ca. 220 Metern mittels eines erschütterungsarmen Verfahrens bis zu Tiefen von maximal 8 Metern eingebracht worden. Anschließend wurde die Spundwand wasserseitig so angeschüttet, dass sie von dieser Seite unsichtbar ist.

Im Dezember 2009 wurde die Hochwasserschutzmaßnahme in Bruchenbrücken abgeschlossen. In der Zwischenzeit sind bereits mehrere Hochwasserereignisse an der Wetter eingetreten, die in Bruchenbrücken keine Schäden mehr verursacht haben. Die Bevölkerung ist durch die Hochwasserschutzwände aus Beton und Stahl sowie die errichteten Verwallungen jetzt bis zu einem alle 100 Jahre auftretenden Hochwasserereignis geschützt.