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Gehölzpflege

Mit dem Begriff der Gehölzpflege werden die unterschiedlichsten Pflege-/Rückschnittmaßnahmen an Bäumen und Sträuchern beschrieben. Sie sind nachfolgend aufgelistet:

  • Der Pflanzenschnitt bei jungen Gehölzen
  • Das Verjüngen/Auslichten von alten Gehölzen oder ganzen Gehölzbeständen
  • Das Auslichten von Baumkronen
  • Das Freihalten des so genannten Lichtraumprofiles
  • Das auf-den-Stock-setzen ganzer Pflanzenbestände
  • Der Heckenformschnitt

Die Gehölzpflege soll einen optimalen bzw. arttypischen Wuchs fördern und begünstigen, einer Vergreisung der Bestände entgegenwirken und die an die Gehölze am jeweiligen Standort gestellten Anforderungen erhalten bzw. gewährleisten.

Verkehrssicherung

Die Verkehrssicherungspflicht für die Gehölze auf der Gewässerparzelle obliegt dem Wasserverband. Auf der Grundlage eines Vorstandsbeschlusses werden die 2 x jährlich erforderlichen Gehölzkontrollen (im belaubten und im unbelaubten Zustand) an den Verbandsgewässern von fachkompetentem Personal durchgeführt. Die daraus resultierenden notwendigen Unterhaltungsarbeiten werden zeitnah ausgewertet und entsprechend ihrer Dringlichkeit abgewickelt.

Die Beseitigung der absterbenden und kranken Bäume sowie die Verjüngung des stark überalterten Baumbestandes führen in den nächsten Jahren zu einem ständig steigenden Mehraufwand im Bereich der Gewässerunterhaltung und werden auch aufgrund des sehr schnell fortschreitenden Erlensterbens, der Phytophthora, hier in den Folgejahren zusätzliche Kosten verursachen.

Phytophthora

Die Phytophthora ist ein Pilz, der an das Bodenwasser gebunden ist, in die Wurzeln eindringt und hier die Leitungsbahnen verstopft. Der Nährstoff- und Flüssigkeitsaustausch zwischen Wurzel und Krone ist somit unterbrochen und der Baum stirbt ab, er verhungert regelrecht. Der Pilz befällt nur die Erlen und verursacht hier teilweise Totalausfälle. Kranke Bäume werden im Rahmen der dem Verband obliegenden Verkehrssicherungspflicht entnommen. Der ingenieurbiologische- und der ökologische Schaden für das Gewässer ist derzeit noch nicht absehbar.

Pappelfällungen

Überwiegend nach dem 2. Weltkrieg wurden aus rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten an den Gewässern - nicht nur im heimischen Raum - Hybridpappeln gepflanzt. Dies geschah zum einen wegen der Rohstoffverknappung im letzten Krieg und zum anderen ist die Pappel ein Weichholz. Anders als bei Bäumen der Weichholzaue hat die Hybridpappel keine positiven, ingenieurbiologischen Eigenschaften für ein Gewässer. Sie sichert das Ufer nicht. Ihre Wurzeln sind so genannte Wasserflüchtlinge sie wachsen nur ins Hinterland und die Ufer werden ausgespült. Auch das Laub der Hybridpappel ist für das Gewässer schlecht, da es sich zu langsam zersetzt.

Beim Pflanzen war geplant, die Pappelbestände, da es sich hierbei um schnellwüchsige Bäume handelt, nach ca. 20 - 30 Jahren zu ernten und einer Verwertung zuzuführen. In den 1970iger/80iger Jahren gab es hierfür allerdings keinen Markt mehr und die Bäume wurden nicht gefällt.

Die überalterten Bäume stellen somit nicht nur für das Gewässer (Uferschäden) sondern auch für angrenzende Nutzungen (Wege, Straßen) ein erhöhtes Verkehrsicherheitsrisiko dar. In den letzten 10 Jahren wurden im verstärkten Umfang die überalterten Pappelbestände beseitigt.