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Renaturierungsmaßnahme in Bad Vilbel - Dortelweil

In der Ortslage von Bad Vilbel – Dortelweil ist die Nidda zur Verbesserung der Gewässerstruktur und der Gewässerdynamik auf einer Länge von ca. 700 Metern renaturiert worden.

Nach einem längeren Planungsprozess, der bis in die 90-iger Jahre zurückgeht, ist nach dem Vorliegen der Plangenehmigung und der Sicherstellung der Finanzierung der Auftrag für die Bauarbeiten im März 2001 vergeben worden. Ungünstige Witterung, anhaltendes Hochwasser und Dauerregen, haben den Baubeginn bis in den Mai 2001 verzögert.

Art und Umfang der Maßnahme:

-         Beseitigung der Steilufer

-         Rückbau der vorhandenen Steinbefestigungen im unteren Böschungsbereich

-         Entfernung der Sedimente (Erdablagerungen) von den Uferböschungen

-         Gestaltung der Ufer mit unterschiedlichen Böschungsneigungen

-         Einbau von Buhnen und Leitwerken

-         Bepflanzung als Initialmaßnahme

 

   

Blick von der Brücke am Sportplatz flussaufwärts

 

Blick von der Brücke am Sportplatz flussabwärts

 

Wegen der Nähe zur Bebauung und fehlender Grundstücksfläche konnte die Gewässerparzelle nicht vergrößert werden. Die vorhandenen Verwallungen mit ihren Böschungsoberkanten mussten aufgrund des Hochwasserschutzes für die Ortslage Dortelweil erhalten bleiben. So beschränkten sich die eigentlichen Renaturierungsarbeiten nur auf den unteren Uferbereich und die Gewässersohle.

Die Kosten in Höhe von 91.565 € wurden durch das Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Forsten und den Wetteraukreis (Mittel aus der Ausgleichsabgabe) finanziert.

Durch die Entfernung der Steilufer und des Steinsatzes kann die Nidda nun in begrenztem Rahmen ihr Flussbett neu gestalten. Während der Bauarbeiten veränderte sich die Gewässersohle und es entstanden einige Kies- und Schlammbänke, in deren Umfeld bereits im Sommer 2001 wieder Jungfischschwärme anzutreffen waren. Besonders erwähnenswert ist hier der Erstnachweis von Jungfischen des Bitterlings seit dem Niddaausbau. Bereits in der Bauphase eroberten die ersten Watvögel, gefolgt vom Graureiher, den „renaturierten“ Niddaabschnitt. Durch den Abtrag des Steilufers ist es den im Wasserwechselbereich lebenden Amphibien nun fast an jeder Stelle möglich, das Wasser zu erreichen. Auch die Vegetation im Bereich der Mittelwasserlinie hat sich in den zurückliegenden Jahren in eine „bunte“ gewässerbegleitende Gras- und Krautflora entwickelt. Einzelne Gehölze (überwiegend Weiden) haben sich angesiedelt und beginnen die Nidda zu beschatten; dies wirkt der unnatürlichen Aufheizung in den Sommermonaten entgegen. Die durch die Bautätigkeit verursachten Eingriffe sind heute nicht mehr auszumachen. Die Nidda hat, wie auf den nachfolgenden Bildern zu sehen, einiges von ihrer ursprünglichen Dynamik zurückerhalten.